Musikgesellschaft und Theaterlüüt sorgten für beste UnterhaltungViel
Abwechslung im ausgezeichneten Programm
Hochstehende, musikalische Unterhaltung gepaart mit bodenständiger
Theaterkost genoss das Premieren-Publikum am vergangenen Samstag in der
Turnhalle in Greppen.
rbs. Traditionsgemäss im November laden die Musikgesellschaft und die
Theaterlüüt Greppen,. Konzert- und Theaterfreunde zu einem unterhaltsamen
Abend ein. Schwerpunkt des diesjährigen Konzerts bildete die Musik von
Andrew Lloyd Webber. Volkstümlichen Charakter hatte das von den Theaterlüüt
ausgewählte Stück "Vier Fraue und ei Maa" von Josef Brun.
Anspruchsvolle Konzertstücke
Mit einer etwas schwermütig wirkenden Brass Intrada von Goff Richards
eröffnet die Musikgesellschaft unter der Direktion von Mario Bergamin das
diesjährige Konzert in der voll besetzten Turnhalle in Greppen. Im
englisch-irischen Stil ging es weiter mit Erin Shore und dem Marsch "The
Glory of Cory". Der zweite Teil des Konzerts stand ganz im Zeichen von
Andrew Lloyd Webber. Wer kennt es nicht, das Phantom der Oper oder das
Musical "Cats"? Aber nicht nur musikalisch, auch visuell wurden die
Besucher/innen in die Welt dieser bekannten Musicals entführt. Die Grepper
Musikantinnen und Musikanten waren ganz in Schwarz gekleidet und die weissen
Handschuhe des Dirigenten kamen beim fluoreszierenden Licht speziell zur
Geltung. Theatralische Einlagen boten zudem der durch das Konzert führende
David Muheim und das Phantom. Der spontane und lange Applaus galt sicher
auch den vier kleinen Kätzchen, die wahrend den gekonnt vorgetragenen
Cats-Melodien durch den Saal "tigerten".
Für Nachwuchs ist gesorgt
Kein Nachwuchsproblem scheint die Musikgesellschaft Greppen zu plagen. Seit
rund drei Jahren proben die Jungmusikanten/innen einmal pro Woche unter der
Leitung von Musiklehrer Willy Odermatt. Von der Kostprobe ihres Könnens, u.a.
südamerikanische und Beatles-Melodien, zeigten sich die
Konzertbesucherlinnen am Samstagabend hell begeistert.
Bauern-Theater pur
Dass es ein Mann mit vier Frauen nicht gerade einfach hat, davon konnte "de
Chratzli Sepp" (Alois Waldis) die Zuschauerlinnen schnell überzeugen.
Während es seine zwei ledigen Schwestern Klementine und Berta (hervorragend
gespielt von Gina Zbinden und Anita Felder) nur auf sein Vermögen abgesehen
hatten, und insgeheim hofften, dass Sepp's Herzschrittmacher "bald usem
Schritt use gheit", kannte seine Haushälterin Rösi (Verena Greter) auch
seine inneren Werte. Dass aus einem anfänglichen Spiel durchaus Ernst werden
kann musste Sepp beim Anneli (Alexandra Stalder) erkennen, Eigentlich
wollten sie nur ihren Freund Fritz, den ungepflegten Sohn von Rösi (David
Muheim) eifersüchtig machen. Dabei verliebte sich Anneli aber in Sepp's
"väterlichen Charme". Um alle Probleme auf einen Schlag zu beseitigen,
wanderte Sepp nach Thailand aus. Einige 'Zeit später kam von dort die
Nachricht, dass er infolge Herzversagens leider verschieden sei. Wie immer
brachte der etwas unzuverlässige Briefträger Schang (Urs Omlin) die Post
viel zu spät, nämlich erst am Tag der Testamentseröffnung. Um die
Angelegenheit vor Ort zu regeln, besuchte Notar Schramm (Xaver Flüeler) die
Erbberechtigten auf dem Bauernhof von Sepp. Die Überraschung war perfekt,
als die geldgierigen Schwestern nur alten "Grümpel" erbten. Geld und
Liegenschaft vermachte er Rösi, Anneli und Fritz, sofern letztere als Paar
zusammen auf seinem Hof leben würden, Vollends die Besinnung verloren
Klementine und Berta, als der totgeglaubte Sepp plötzlich vor ihnen stand
und ihnen sein thailändisches Schätzli als Ehefrau präsentierte.
Regisseur Julius von Holzen hatte es verstanden, die verschiedenen
Charakterrollen ideal zu besetzen. Das Publikum geizte denn auch nicht mit
kräftigem Applaus. Für sein 10-jähriges Bühnenjubiläum konnte Alois Waldis
(alias Sepp Chratzli) geehrt werden. Einen speziellen Dank richteten die
Schauspieler/innen an ihren Regisseur, welcher seit fünf Jahren eine super
Arbeit verrichtet.

Lagebesprechung zwischen Rösi
(Verena Greter) und Sepp Chratzli (Alois Waldis).
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